Tarifvertrag für ärzte an kommunalen krankenhäusern 2018 (tv-ärzte/vka)

Philip Martin Rosoff, emeritierter Professor an der Duke University School of Medicine, der dort die Ethikkommission des Krankenhauses leitete, sagte, dass Krankenhäuser im Laufe der Jahrzehnte stärker in die Gesellschaft geraten seien und dass ihre Führungskräfte folglich die gleichen Impulse wie andere Führungskräfte hätten, « die Erzählung zu kontrollieren ». Er sagte jedoch, dass Krankenhausbeamte andere Gründe haben, sich vor Ärzten und Krankenschwestern zu hüten, die die Dinge selbst in die Hand nehmen, wie die Patientensicherheit. Er zitierte die Weigerung einiger Chirurgen, H.I.V.-positive Patienten auf dem Höhepunkt der AIDS-Epidemie zu behandeln. Wie bei den Kliniken sind die Gehälter der Ärzte je nach Fachgebiet breit gefächert. Während der durchschnittliche Chirurg mit 103.000 Euro ein sechsstelliges Bruttojahresgehalt verdient, verdient ein Allgemeinmediziner mit 65.944 Euro fast 40.000 Euro weniger. Obwohl Tarifverträge alle Spezialisten gleich behandeln, führen zusätzliche Bezahlung für Nacht- und Bereitschaftsdienste oder Personalverantwortung zu Gehaltsunterschieden. Trotz all dieser Probleme sind viele junge Russen immer noch eifrig, Medizin zu studieren; jedes Jahr machen 35.000 Studenten ihren Abschluss an der medizinischen Fakultät. Die meisten suchen am Ende nach Jobs in privaten Krankenhäusern oder bei Pharmaunternehmen – oder ziehen einfach ins Ausland. Überstunden und schlechte Bezahlung sind normal für medizinisches Personal, das in den staatlichen russischen Krankenhäusern arbeitet, mit vielen Arbeiten auf der Seite, nur um über die Runden zu kommen. Einige frustrierte Ärzte haben sogar beschlossen, ihre medizinische Karriere aufzugeben. In letzter Zeit häufen sich Berichte über medizinisches Personal, das Petitionen zirkuliert, streikt oder aufhört, vor allem außerhalb der Großstädte. Im vergangenen Frühjahr beispielsweise streikten Ärzte aus drei regionalen Krankenhäusern in der Region Nowgorod nordwestlich von Moskau.

Ärzte haben einen eigenen Tarifvertrag mit den 34 Universitätskliniken in Deutschland, der höhere Mindestarbeitszeiten vorsieht, aber auch höhere Gehälter für Universitätsärzte vorsieht als Kollegen, die auf der Grundlage des TdL (Bundestarifvertrag) bezahlt werden. Ärzte an Universitätskliniken teilen ihren Arbeitsalltag oft zwischen Patientenbetreuung, Forschung und Lehre auf. Wenn ihre Forschungsarbeit länger als zwölf Monate überwiegt, fallen sie in die TdL-Kategorie. Ärztevertreter prangern diese Situation seit Jahren an, da sie die Motivation der Ärzte zur Forschung verringert.

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